Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V.
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Marley

b_250_188_16777215_00_images_tiervermittlung_hunde_2017_640_A_17-Marley-bzw-Herkules-9.JPGRasse: Französische Bulldogge

Geschlecht: männlich, kastriert
Farbe: weiß-braun
Schulterhöhe: 36 cm
Gewicht: 15,8 kg
Geburtsdatum: 21.08.2015
Im Tierheim seit: 26.06.2017
HTV-Nummer: 640_A_17



•    ist stubenrein
•    kann alleine bleiben (Hunde sollten nicht mehr als 4 Stunden alleine bleiben)
•    ist leinenführig

Marley ist ein netter, freundlicher Bursche. Er ist sehr anhänglich und folgsam. Marley hat bisher noch nicht das Glück gehabt, Menschen zu finden, die sich damit arrangieren können, dass er taub ist! Das ist sicherlich mit ein Grund, warum er in der Vergangenheit in manchen Situationen mit Abwehrverhalten reagiert hat. Bei uns hat er noch nie ein solches Verhalten gezeigt. Anscheinend ist man bisher nie richtig auf ihn eingegangen. Schon bei seiner ersten Familie gab es Schwierigkeiten und er musste daraufhin ins Tierheim. Bei uns wird er liebevoll von seiner Gassigeherin betreut, die sich sehr intensiv mit Marley beschäftigt und ihm schon einige Sichtzeichen beigebracht hat.

Zwischenzeitlich fand Marley eine neue Familie. Das Glück währte leider nur drei Monate. Er wurde von einem Kind bedrängt und wehrte sich schließlich mit einem groben Schnappen. Daraufhin kam er erneut zu uns. Marley braucht Menschen, die souverän und erfahren sind. Menschen, die viel Geduld haben und bereit sind, sich auch mit der Taubheit des Hundes auseinanderzusetzen. Zudem ist die Französische Bulldogge durch ihr angezüchtetes, zerknautschtes Gesicht in ihrer Mimik sehr stark eingeschränkt, sodass diese Hunde große Probleme haben sich nach außen hin mitzuteilen. Wird hier Unbehagen, Angst oder einforderndes Verhalten übersehen, so kann es durchaus sein, dass so ein Hund sich dann versucht über seine Zähne mitzuteilen. Bisher waren es auch bei Marley Situationen, in denen er sich bedrängt fühlte, oder in denen er eine für ihn wichtige Ressource, wie zum Beispiel Futter, verteidigen wollte, die zum Abwehrverhalten, wie Schnappen führten. Wie Sie sehen, kein ganz einfacher Hund.

Dennoch können wir berichten, dass Marley gerne bereit ist mit dem Menschen zusammenzuarbeiten, wenn auf seine Bedürfnisse eingegangen wird. Seine Gassigängerin besucht inzwischen regelmäßig die Hundeschule mit ihm, und Marley ist mit Begeisterung dabei. Auch hat er hier im Tierheim bisher noch nie versucht nach jemanden zu schnappen. Wenn Sie Marley eine Chance geben möchten und sich der Herausforderung stellen wollen, dann kommen Sie ins Tierheim und schauen sich den Burschen doch mal näher an. Marley wartet!
17.10.2017 (ks)üa*

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Diese Tierrasse entstammt einer Qualzucht. Die züchtungsbedingten morphologischen und/oder physiologischen Veränderungen können zu Verhaltensstörungen führen und sind mit körperlichen Leiden und Schmerzen für die Tiere verbunden. Laut § 11b Tierschutzgesetz ist die Zucht solcher Tiere verboten.
Ein Kennzeichen dieser Rasse ist die züchterisch erzeugte starke Verkürzung des Gesichtsschädels. Einige Tierärzte haben sich bereits auf entsprechende Korrekturoperationen spezialisiert, um die Atemwege zu erweitern und diesen Hunden etwas von der ständigen Atemnot zu nehmen. Die meisten Welpen haben bei der Geburt einen so breiten Schädel, dass sie auf natürlichem Wege nicht mehr möglich ist. Circa 90 Prozent können nur durch einen Kaiserschnitt zur Welt kommen. Überdurchschnittlich viele Welpen werden tot oder mit Gehirnfehlbildungen geboren.
Wenn die Tiere anatomisch bedingt leiden, handelt es sich um eine Qualzucht. Als Anwälte der Tiere lehnen wir diese ab. Tierhalter, die solche Zuchten unterstützen, handeln unverantwortlich.