Tieraufnahme und Tierarztpraxis

htv-tieraufnahme_02.pngAlle tierischen Neuzugänge kommen zuerst in die sogenannte Tieraufnahme, außer sie sind zu groß und passen nicht in die vorhandenen Zwinger. Dort erhalten sie die erste Mahlzeit und Versorgung. Jedes ins Tierheim eingelieferte Tier wird tierärztlich eingangsuntersucht, das findet in den Räumen der Auffanghalle statt bzw. in der angeschlossenen tierärztlichen Praxis. Zu einer Einganguntersuchung gehört die Befundung des gesundheitlichen Zustandes, dann je nach Tierart und Erfordernissen die Schutzimpfung, Kennzeichnung und Behandlung gegen Parasiten. Werden keine Auffälligkeiten festgestellt, werden die Tiere auf die entsprechenden Tierhäuser und Tierstationen verteilt. Verletzte, kranke Tiere bleiben unter tierärztlicher Beobachtung in der Tieraufnahme und werden von den Tierpflegerinnen dort betreut und behandelt.

htv-tieraufnahme_01.pngIm Frühjahr und im Sommer wird die Tieraufnahme zum Kinderzimmer des Tierheims, alle noch hilfsbedürftigen Jungtiere, die sogenannten Nestlinge oder Milchtiere, also Jungvögel, junge Wildkaninchen, Eichhörnchen etc., die noch mit der Hand bzw. Milchflasche aufgezogen werden müssen, werden von den Tierpflegern und ausgebildeten Ehrenamtlichen fast rund um die Uhr versorgt. Das bedeutet für uns einen sehr großen Arbeitsaufwand und Personaleinsatz, der aber immer wieder von Erfolg gekrönt wird. Groß ist die Freude, wenn z. B. flügge Jungmeisen in die Freiheit entlassen werden können.

Die Mitarbeiterinnen der Tieraufnahme unterstützen die Tierärzte bei den tierärztlichen Sprechstunden sowie bei Operationen im OP. Sie bereiten Tiere für die Operation vor und sind auch eingewiesen als OP-Assistenz für die Tierärzte. Hauptsächlich Kastrationen werden im OP vorgenommen, aber auch verletzte und verunfallte Tiere werden dort behandelt und operiert.