KinderSonntag im Tierheim: Die Welt der Bienen

 Dörthe Carstesen vom KinderSonntags-Team erklärt den Schwänzeltanz.9. August 2016

Gemeinsam mit einem Gast präsentierte das KinderSonntag–Team die faszinierende Welt der Bienen. Der Imker Wolf-Arne Storm, Vater eines der KinderSonntag-Kinder, hatte viele Informationen rund um das Thema Bienen sowie Dinge aus dem Alltag eines Imkers mitgebracht.

Ist die Biene tatsächlich gelb-schwarz? Eine Antwort auf unter anderem diese Frage gab uns Annedore Respa. Die Biene ist eigentlich in Wellen über den Körper gelb-orange-rotbraun schattiert. Optisch wirkt diese unterschiedliche Behaarung auf dem Bienenkörper allerdings schwarz-gelb gestreift und dient als Warnsignal in der Natur für: „Achtung, ich kann mich wehren!“

Mit einer selbstgebastelten Magnettafel veranschaulichte Dörthe Carstesen die komplizierte Tanzsprache der Bienen. Diese Form der Kommunikation haben die Bienen entwickelt, um sich gegenseitig über die Lage, Entfernung und Ergiebigkeit von Futterquellen zu informieren. Je nach Entfernung der Futterquelle wählt die Kundschafter-Biene den Schwänzel- oder den Rundtanz. Die Biene wackelt hierbei auf einer Wabe stehend mit dem Hinterleib. Die anderen Bienen nehmen diese Bewegung über die Wabe mit den Hinterbeinen wahr, bis alle die genaue Lage der Futterquelle kennen.

„Bienen sind staatenbildende Insekten und ein Bienenvolk ist eine hochentwickelte Organisation“, erklärte Imker Wolf-Arne Storm. Innerhalb eines Bienenvolkes gibt es eine Königin, wenige Drohnen und sehr viele Arbeiterinnen. Durch ihre Aufgabe der Bestäubung hat die Biene eine unermesslich wichtige Funktion für Natur und Mensch. Wolf-Arne Storm präsentierte neben dem Lebenszyklus der Bienen, der Imkerei auch Gaben der Biene wie Honig und Wachs. Leider bedrohen die zunehmenden Monokulturen in der Landwirtschaft sowie der weltweite Einsatz von Pestiziden die Existenz der Bienen.

Wie kann man die Biene also unterstützen? Wer nicht Imker werden kann wie Wolf-Arne Storm, hat aber auch im Kleinen Möglichkeiten der Biene zu helfen: Es gibt beispielsweise Saatgut für Bienenfutterpflanzen, die man im eigenen Garten oder auch auf dem Balkon pflanzen kann. Der Kauf von Bio-Honig bei regionalen Imkern hilft ebenso. Zudem ist es wichtig, sich über dieses häufig unterschätze Insekt zu informieren und der Biene mit Respekt zu begegnen. Die Biene sorgt dafür, dass wir auch in Zukunft noch wichtige Lebensmittel wie zum Beispiel Früchte genießen können.

Wolf-Arne Storm konnte den Kindern von seiner praktischen Erfahrung als Imker berichten.