Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V.
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NEIN zum Ponykarussell auf dem Hamburger Dom!

Katharine Krause und Jessica Stocklöw protestieren gegen das Ponykarussell auf dem Dom.Katharine Krause und Jessica Stocklöw protestieren gegen das Ponykarussell auf dem Dom.24. August 2015

Der vergangene Sonntag bot den Besuchern des Hamburger Doms auch an seinem letzten Tag dieses Sommers die grausame „Attraktion“ Ponykarussell an. Die beiden Leiterinnen der Jugendgruppe des Hamburger Tierschutzvereins von 1841 e.V. (HTV) Katharine Krause und Jessica Stocklöw machten sich ein Bild der Situation und protestierten vor Ort.

Zwischen Wurst- und Schießbuden befindet sich das Ponykarussell mit lebendigen Tieren auf dem Hamburger Dom. Fünf bis sieben Ponys drehen hier unermüdlich Stunde um Stunde ihre Kreise in dem kleinen Attraktionszelt. Kinder zwischen einem und zehn Jahren werden von ihren Eltern oder dem Betreiber auf die Rücken der geschundenen Tiere gehoben, um drei Minuten das „Erlebnis“ Ponyreiten genießen zu dürfen. Das stundenlange Im-Kreis-Laufen führt bei den Ponys zu Gelenkschäden sowie zu Hals- und Rückenverspannungen, welche durch die Ausbindezügel hervorgerufen werden. Die monotonen Bewegungen und die ständige Lärmbelästigung auf dem Rummel sind für die Tiere psychischer Dauerstress. Auch die Sättel werden nicht passend gewählt und können zu Scheuerstellen führen. Der Anblick der sensiblen Fluchttiere, wie sie mit halbgeschlossenen Augen Runde um Runde über sich ergehen lassen, brennt sich jedem empathischen Menschen ins Gedächtnis ein. Zudem wird den Kindern ein völlig falsches Bild über die Bedürfnisse dieser Tiere vermittelt.

Der Betreiber des Ponykarussells entdeckt unerwünschte Tierschützer schnell.Der Betreiber des Ponykarussells entdeckt unerwünschte Tierschützer schnell.Katharine Krause (Vorstandsmitglied und Leiterin Jugendgruppe HTV) und Jessica Stocklöw (Gassigeherin und Leiterin Jugendgruppe HTV) machten sich vor Ort ein Bild der Situation und unterstützten die angekündigte Protestaktion der Tierrechtsinitiative Hamburg tatkräftig. Mit Transparenten, Schildern sowie Flyern und Unterschriftenlisten klärten sie die Besucher am Haupteingang des Doms über die Leiden der Tiere auf. Mit den Unterschriftenlisten sollen die Abgeordneten der Hamburger Bürgerschaft aufgefordert werden, die Platzzulassungen für das Bundesland Hamburg dahin gehend zu ändern, dass der Betrieb von Ponykarussells ausgeschlossen wird. Hierzu können auch Sie online noch Ihre Stimme abgeben!

Auf dem Winter-Dom werden die Ponys nicht gastieren müssen. Wo sie in dieser Zeit untergebracht sind, ist uns leider nicht bekannt, die Info des Betreibers auf unsere Nachfrage hin: „Auf einer Wiese!“, war da nicht gerade aussagekräftig. Allerdings ist das „Fahrgeschäft“ für den Frühjahrs-Dom 2016 weiterhin fest eingeplant. Sollte die Unterschriftenaktion bis dahin noch keinen Erfolg verzeichnet haben, wird der HTV mit seiner Jugendgruppe erneut zu einer Protestaktion aufrufen und hofft dabei auf zahlreiche Unterstützer!

Katharine Krause, Vorstandsmitglied und Leiterin Jugendgruppe HTV