Zweiter Reisebericht aus dem Hundelager Bucov – Fleißige Handwerker

Die Aussicht, Gutes zu tun, bewahrt einem auch auf dem Dach bei großer Hitze die gute Laune.8. Juni 2017

Unser Team in Bucov baut weiter Dächer und auch Hütten. Wie sie einem alten Bekannten eine Freude machen konnten und warum die Bauarbeiten öfter unterbrochen werden müssen, können Sie im zweiten Bericht nachlesen und -sehen.


Tag 4 – Neue Hütten: Schutz in jeder Jahreszeit

Zum vierten Mal öffnete sich das große eiserne Tor des Hundelagers Bucov pünktlich um acht Uhr. Der Muskelkater hat sich langsam im ganzen Körper verteilt, die Stimmung ist unter allen Helfern jedoch sehr gut. Wie soll es anders sein, jeden Tag sieht man, dass wir hier vor Ort ein kleines Stück Verbesserung bringen und Leid lindern können. Die ersten Ständerwerke für die Überdachung stehen. Zugesagt war, dass am heutigen Montag um neun Uhr die gespendeten Doppelhundehütten aus Deutschland ankommen sollen. Was soll ich schreiben, Punkt neun Uhr öffnete sich erneut das Eisentor und der Transporter befuhr das Hundelager. Sofort ging es ans Ausladen. Die heutige Aufgabe bestand darin, alle Hütten zusammenzubauen und an die Hunde zu verteilen, die sie am meisten brauchen. Dank Alfons, der in Deutschland extra in den Westerwald gefahren ist, um mit dem Spender Boris einen Probeaufbau durchzuführen, wussten wir sofort, was zu tun ist. Dies hat es den beiden Aufbauteams ermöglicht, innerhalb von nur fünf Stunden alle Hütten zu montieren. Nun ging es darum, diese auf dem Gelände zu verteilen. Die angemessene und gerechte Verteilung war die schwierigste Aufgabe. Diese Aufgabe vollbrachten wir zusammen. Und um 17.30 Uhr waren alle Hütten in den Kennels verteilt, in denen sie am allernötigsten waren. Glücklich und geschafft ging es zurück zur Pension.


Tag 5 – Ein Dach für Palermo

Palermo ist ein alter Rüde, der schon seit Jahren hier in Bucov in demselben Zwinger sein Leben führt. Palermo ist ein „ großer schwerer Junge“. Ein Herdenschutzhund. Diese Hunde haben so gut wie keine Chance, diesen Ort jemals lebend zu verlassen. Das muss man akzeptieren. Ich kenne Palermo seit meinem ersten Einsatz. Gleich bei der Ankunft hatte ich mich vergewissert, ob er den Winter überlebt hat. Ja, die Wiedersehensfreude war groß. Bei unserer Begrüßung und der ersten Fleischwurst gab ich ihm das Versprechen, dass auch er nun einen dauerhaften Schattenplatz bekommt, dieses Versprechen wurde heute erfüllt. Ach ja, eine Luxushütte hat er auch noch von uns bekommen. Der alte Mann hat es sowas von verdient. Da wir gerade dabei waren, haben seine Kumpels aus dem Nachbarzwinger auch noch gleich ein Dach mitbekommen. Wieder mal zufrieden zurück in die Pension.


Tag 6 – Dacheindeckung lässt uns glühen

Heute hieß es „Ab aufs Dach!“, da für morgen Regen angesagt ist und die Aludachplatten bei Nässe extrem rutschig werden. Bei wieder über 30 Grad glühte nicht nur der Akkuschrauber, sondern wir auch. Wer einmal solche Platten bei strahlendem Sonnenschein montiert hat, weiß, was das für eine „Strafarbeit“ ist. Wir haben es aber geschafft, alle neun Schattenplätze komplett zu montieren. Und das, obwohl immer wieder einer von der Leiter steigen musste, um Notfall-Reparaturen vorzunehmen oder um Kämpfe zwischen den Hunden zu schlichten. Heute wurden Schlachtabfälle verfüttert, leider gehen dann die Hunde im Futterneid um das Fleisch oft aufeinander los. Kein schönes Bild.

Anna und Daniela haben in den letzten Tagen in der glühenden Hitze meterweise Sonnenschutz-Segel angebracht. Franzi und Irene aus der Schweiz haben tatkräftig den Bautrupp unterstützt.


Und wieder können Sie uns durch die vergangenen Tage in der Bildergalerie begleiten.

 

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