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Hamburger Tierschutzverein von 1841 - Geflügelpest: Hamburger Tierschutzverein muss am Aufnahmestopp festhalten
Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V.
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Geflügelpest: Hamburger Tierschutzverein muss am Aufnahmestopp festhalten

 Das Tierheim liegt zwar nicht mehr im Sperrbezirk, die meisten Vögel müssen aber weiterhin „draußen“ bleiben. Das Tierheim liegt zwar nicht mehr im Sperrbezirk, die meisten Vögel müssen aber weiterhin „draußen“ bleiben.Pressemitteilung vom 30. Januar 2017

Das vom Hamburger Tierschutzverein betriebene Tierheim Süderstraße nimmt weiterhin keine verletzten Wildvögel sowie Fundvögel auf. Lediglich Ziervögel aus Wohnungshaltung kann der HTV in Obhut nehmen sowie Vögel an tierliebe Halter vermitteln.

Nachdem der hochansteckende Geflügelpest-Erreger H5N8 am 17., 23. und 24. Januar 2017 bei verendeten Wildvögeln in Hamburg nachgewiesen wurde, mussten rund um die Fundorte neue Restriktionszonen eingerichtet werden. Das Tierheim Süderstraße befindet sich in einem Beobachtungsgebiet, womit besondere Schutzmaßnahmen einhergehen, um die Ausbreitung des Virus zu vermeiden. Hunde- und Katzenhalter dürfen ihre Tiere innerhalb der Sperr- und Beobachtungsgebiete nicht frei umherlaufen lassen. Zudem gelten für Geflügelhalter, und damit auch für den Hamburger Tierschutzverein, die Aufstallungspflicht und Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen weiterhin.

Zum Schutz des Tierbestandes von derzeit 175 Vögeln hatte sich der Hamburger Tierschutzverein am 15. Dezember 2016 zu einem Aufnahmestopp für alle Vögel entschlossen. Dieser konnte mit der Aufhebung des Sperrgebiets am 5. Januar etwas gelockert werden: So nimmt das Tierheim wieder Ziervögel aus Wohnungshaltung auf und kann diese Tiere sowie alle anderen Vögel, zum Beispiel Hühner, Enten und Tauben, vermitteln oder auswildern. Für die Annahme und tierärztliche Versorgung von Fund- und Wildvögeln ist das Risiko noch immer zu hoch: Jeder neue Vogel kann den gesamten Bestand gefährden. Laut Geflügelpest-Verordnung müssen alle Vögel eines Bestands getötet werden, sobald die Infektion eines einzelnen Tieres nachgewiesen werden konnte.

„Das Schlimmste an der Geflügelpest sind nicht die unsinnigen Anleingebote für Hunde und Katzen, sondern das millionenfache Töten von Tieren zur Seuchenbekämpfung“, sagt Sandra Gulla, 1. Vorsitzende des Hamburger Tierschutzvereins. „Die Ursachen werden nicht mal ordentlich benannt.“ Insgesamt gab es seit November 2016 etwa 600 nachgewiesene Infektionen. Die Albert-Schweitzer-Stiftung hat in einem Artikel die Situation in Deutschland sowie die Positionen unterschiedlicher Experten zu den Ausbreitungswegen der Viren zusammengefasst. Fazit: Die Theorie, dass Wildvögel alleinige Überträger der Viren seien, erscheint vielen Fachleuten als unwahrscheinlich.

Bürgerinnen und Bürger sollten sich bei Fragen zur Geflügelpest an die zuständigen Stellen der Stadt Hamburg wenden:

Infotelefon für Tierhalter und Bürgerinnen und Bürger:
040 42837-2222 (in der Zeit von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und am Freitag von 8 bis 15 Uhr)

Meldung toter Wildvögel:
040 42837-2200

Weitere Informationen:
Verordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest
Zusammenfassung der Albert-Schweitzer-Stiftung
Aktuelle Informationen der Stadt Hamburg