Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V.
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Border-Collie-Mischling mit Fesselungsspuren gefunden – HTV setzt für Hinweise 500 Euro Belohnung aus

Wer kennt diesen Hund? Wer kennt diesen Hund? Pressemitteilung vom 21. Dezember 2016

Brutale Tierquälerei in Bergedorf: Am 9. Dezember wurde ein Border-Collie-Rüde mit blutigen Beinen aufgefunden. Da alle vier Beine starke Schwellungen und Abschürfungen vorwiesen, wurde der Rüde vor dem Aussetzten mit hoher Wahrscheinlichkeit gefesselt und gequält. Der Hamburger Tierschutzverein erstattete Strafanzeige und setzt für Hinweise, die zur Überführung des Täters führen, eine Belohnung in Höhe von 500 Euro aus.

Einer aufmerksamen Passantin lief der schwarz-weiße Mischling am Fanny-Lehwald-Ring in Bergedorf am späten Abend des 9. Dezembers zu. Nach einem eineinhalb-stündigen Ausschauhalten nach dem Halter, gab die Passantin die Suche auf und nahm den Hund über Nacht mit zu sich nach Hause. Am Folgetag brachte sie ihn dann zu uns ins Tierheim Süderstraße.

Smokey, wie wir den etwa zehn Jahre alten Rüden genannt haben, war bei seiner Ankunft in einem sehr schlechten Zustand: Sowohl die vier blutig aufgeschürften und geschwollenen Beine, als auch die Nase des Rüden, die von starken Druckstellen und Narbengewebe gezeichnet ist, weisen auf eine schlechte Haltung des Hundes hin. Darüber hinaus befand sich Smokey in einem sehr schlechten Pflegezustand: Er war so stark unterernährt, dass seine Muskelmasse sehr reduziert und kein Körperfett mehr erkennbar war. Sein Fell war verfilzt und schuppig und einige Hautstellen sind immer noch kahl.

Ob es sich bei Smokeys Schicksal um Tierquälerei mit darauffolgender Aussetzung oder um Tierquälerei an einem für den oder die Täter fremden Tier handelte, wissen wir nicht. Auf jeden Fall wurden Smokey länger anhaltende und sich wiederholende erhebliche Schmerzen und Leiden zugefügt. Dies erfüllt den Straftatbestand der Tierquälerei nach § 17 Nummer 2 Tierschutzgesetz, was mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren bestraft werden kann.

Da die Befragungen von Spaziergängern, Anwohnern und Hundehaltern am Fundort bisher ohne Ergebnis waren, sind wir nun auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Wenn Sie Smokey erkennen oder etwas bezüglich dieser Straftat beobachtet haben, wenden Sie sich bitte umgehend an unsere Tierschutzberatung: 040 211106-12 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir sind für jeden hilfreichen Hinweis dankbar.

 Die Schwellungen und Abschürfungen an den Beinen sind deutlich zu erkennen.Die Schwellungen und Abschürfungen an den Beinen sind deutlich zu erkennen. Oberhalb der Nase hat Smokey Furchen und Narben. Oberhalb der Nase hat Smokey Furchen und Narben.

Auch Smokeys Fell und seine Haut weisen auf eine schlechte Haltung hin.Auch Smokeys Fell und seine Haut weisen auf eine schlechte Haltung hin.

Fotos: Hamburger Tierschutzverein von 1841 e. V.