Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V.
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Erneute Anti-Pelz-Mahnwache – Kein Leid für Mode

Pelz war gestern, heute ist Mitgefühl. Foto: Larissa van HeuvelPelz war gestern, heute ist Mitgefühl. Foto: Larissa van Heuvel18. Dezember 2017
Am vergangenen Samstag hielt die Jugend- und Aktionsgruppe des Hamburger Tierschutzvereins erneut eine Mahnwache gegen Pelz ab - dieses Mal vor dem Geschäft Braun in der Innenstadt, gemeinsam mit dem PETA ZWEI Streetteam Hamburg.

Als Ort wurde für diese Mahnwache die Hamburger Innenstadt ausgesucht, um möglichst viele PassantInnen informieren zu können. Das Geschäft Braun vertreibt Bekleidung mit Pelzapplikationen, so unter anderem auch die Marke Canada Goose. Für die Jacken und Mäntel werden Kojoten (Wildhunde) mit Hilfe von Fallen gefangen und leiden dort oft qualvoll über mehrere Tage. Manche Tiere verletzten sich stark, während sie versuchen, sich aus den Fallen zu befreien, und reißen oder beißen sich dabei sogar ihre Gliedmaßen ab. So sterben viele Kojoten bereits vor der Rückkehr des Fallenstellers. Die Koyoten, welche die Fangtortur überleben, werden sodann erschossen, erwürgt oder totgetreten. Natürlich gibt es auch immer wieder „Beifang“, d. h. dass auch andere Tiere ungewollt in die Fallen gelangen und sterben müssen. Neben dem Pelz werden Daunen von Enten und Gänsen für die Herstellung der Jacken und Mäntel verwendet, wofür diese Tiere durch den Lebendrupf elendigen Schmerzen ausgesetzt werden.

Die zweite Leiterin des PETA ZWEI Streetteams, Ina Kyra Schiffers, sorgte mit ihrem „Lieber nackt als im Pelz“-Protest für viel Aufmerksamkeit. Die PassantInnen wurden hier ca. eine Stunde lang mit Flyern, Plakaten und Bannern aufgeklärt.

Im Anschluss wurde der Standort in die Spitalerstraße verlegt, um dort weiter zu informieren. Besonders bemerkenswert war dabei der durch die Aktiven von PETA ZWEI organisierte „Tatort Pelz“, für den Echtpelze auf den Boden gelegt wurden und durch Kreideumrisse und Grablichter eine Todesszene nachgestellt wurde. Dieser Blickfang sorgte dafür, dass viele PassantInnen stehen blieben und sich bei uns über die qualvolle „Produktion“ von Pelzen informiert haben.

Was Sie jetzt tun können?
Selbstverständlich bleibt die Aufforderung an Sie bestehen, auf Kleidung mit Pelzapplikationen sowie auch Daunen zu verzichten. Sie können außerdem aktiv werden und sich beim Deutschen Tierschutzbund Flyer bestellen und an PelzträgerInnen verteilen, um diese aufzuklären: https://www.tierschutzbund.de/aktion/kampagnen/artenschutz/anti-pelz-kampagne/
Auch im Tierheim Süderstraße sind in der Wintersaison stets Flyer am Empfang und in den Tierhäusern ausgelegt, wovon Sie sich gerne ein paar Exemplare mitnehmen können.
Sollten Sie noch Echtpelze in Ihrem Besitz haben, spenden Sie diese gerne dem Hamburger Tierschutzschutzverein für Anti-Pelz-Aktionen wie diese.

Hier geht es zur Bildergalerie.

Katharine Krause, 2. Vorsitzende des  Hamburger Tierschutzvereins von 1841 e.V.