Wer die Natur achtet, schützt die Tiere!

Sowohl ehren- als auch hauptamtlich Aktive packten mit an. 5. April 2017

In diesem Jahr haben wir bereits zum vierten Mal an der Aktion "Hamburg räumt auf" teilgenommen. Rund um unser Tierheim wurde die Natur von Müll unterschiedlichster Art befreit – ein Fass ohne Boden.

Die Stadtreinigung Hamburg rief vom 31. März bis 9. April erneut alle Hamburgerinnen und Hamburger dazu auf, ihre schöne grüne Stadt ein wenig sauberer und noch schöner zu machen.
Es ist jedes Mal erschreckend zu sehen, wie viel Müll der Mensch in die Natur wirft, wie gedankenlos und gleichgültig er sich der Welt gegenüber verhält, der auch er angehört. Dabei handelt es sich nicht etwa um versehentlich heruntergefallene oder fortgewehte Schnipsel, sondern um mutwillig Entsorgtes wie Müllsäcke, Teppichreste, Autoreifen und Sprühdosen. Eine eigenwillige Geschichte mag die aufgefundene Anzughose haben, ob sie im Zusammenhang mit den in der Nähe gefundenen Kondomen steht, lässt sich nur mutmaßen. Besonders auffällig und ärgerlich ist die Vielzahl willkürlich entsorgter Kotbeutel, bestehen diese doch aus reinem Plastik. Auch die Unmengen an Zigarettenstummeln stachen ins Auge und verstimmten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Aktion, da der Filter erst nach einigen Jahren verwittert und er die giftigen Zusatzstoffe wie Teer während des Rauchens in sich aufnahm und dann an den Boden abgibt. Geschätzte 4,5 Billionen Zigaretten werden Jahr für Jahr weltweit achtlos fortgeworfen. Dabei ist schon der Akt des Rauchens eine Belastung für die Umwelt und auch die Produktion der Zigaretten zieht natürlich eine negative Ökobilanz nach sich.

Genauso ärgerlich: überall Plastik in der Natur. Gerade die vielen kleinen Plastikfäden können zur Todesfalle für Wildtiere werden, da sie sich daran strangulieren können. Das kann auch Küken in Vogelnestern, in welche die Eltern zwischen die Zweige Plastik einbauen, passieren. Manchmal verschlucken sie auch Fäden und kriegen diese nicht mehr hervorgewürgt. Als Müll oft übersehen, aber nicht minder gefährlich sind Glasscherben. Nicht nur Wildtiere können ihre Pfoten an diesen aufschlitzen, auch Hunde und Katzen natürlich. Daher wurden neben diversen vollständigen Flaschen, vorwiegend mit ursprünglich alkoholischem Inhalt, auch viele Scherben eingesammelt. Dass eine ausgelaufene Batterie für große und kleine Tiere und nicht zuletzt für die Pflanzenwelt und Bodenorganismen giftig ist, sollte auf der Hand liegen.

Auch wenn diese Aktion auf manchen unbedeutend wirkt: Der Gewinn für die Natur und ihre Bewohner, ein unversehrtes Lebewesen oder dessen doch noch einmal bewahrtes Leben sind der entscheidende Dank und Motivator. Und Gutes zu tun macht Spaß! Und das einmal auf ganz direkte Art bei der Entfernung des Mülls, daneben auch noch durch die Freude, die man spürt, wenn man mit Gleichgesinnten etwas gemeinschaftlich bewerkstelligt.

Daher danken wir herzlich allen fleißigen Sammlerinnen und Sammlern für ihr Engagement!

Alle Jahre wieder sind dieselben Wege und Winkel die müllreichsten Stellen.Für unseren Bundesfreiwilligendienstleistenden Tayfun Güreli war es, als HTV-Unterstützer im Bereich Handwerk, selbstverständlich, dabei zu sein.