Ira blüht weiter auf!

Für ihre Untersuchungen besucht uns Ira regelmäßig – plüschiger und entspannter schaut sie inzwischen in die Welt.7. Februar 2017

Ira, die große liebe Hundeseniorin, zog Ende des letzten Jahres auf eine Pflegestelle in Niedersachsen. Zuvor hatten wir sie aus Rumänien gerettet, wo sie an der Kette lebte, bevor sie von den Hundefängern ins Hundelager gebracht wurde. Viele Menschen haben Anteil an Iras Schicksal genommen und so freuen wir uns sehr, dass ihr Pflegeherrchen uns alle auf dem Laufenden hält.


„Ira ist ja am 23. Dezember zu mir gekommen, also schon über einen Monat bei mir. Zeit für einen kleinen Summenzug!

Tatsächlich entdecke ich jeden Tag Neues an ihr und bin der Meinung, dass sie selbst auch immer mehr auflebt. Spazierengehen ist ein Schlüsselwort, welches sie sofort versteht und entsprechend reagiert. Musste ich sie anfänglich noch an der Leine von Zimmer zu Zimmer führen, da sie ein einmal betretenes Zimmer nicht mehr verlassen mochte, dasselbe galt für das Verlassen des Hauses, freut sie sich jetzt über jede Möglichkeit, die Welt zu erkunden. Im Haus ist ihr liebster Platz – auch bei Nacht – das Wohnzimmer. Die Küche wäre es sicher auch, da darf sie aber nicht rein. Pech.
Wenn das bequem ist? Na gut!
Im Gelände zeigt sie sich sehr interessiert an allem, was da so läuft oder gelaufen ist. Die Nasenarbeit macht ihr sichtlich Freude. Mal sehen, ob ich sie für Suchspiele begeistern kann. Was dabei aber auch deutlich wird: Sie hat nicht nur einen dicken Kopf, sondern ist auch ein solcher. Wo Sie hin will, will sie hin und ziehen kann sie mit erstaunlicher Kraft. Ich muss es mal mit einem Geschirr ausprobieren. Wenn sie will, kann sie sehr schnell sein, da muss man aufpassen.

Inzwischen kommt sie (meistens) auf Pfiff zurück und das ist ja auch nicht ganz unwichtig. Es tut mir immer leid, dass ich sie nicht von der Schleppleine lassen kann, aber dann wäre sie weg und mit meinem Rüden Knut habe ich auch sechs Monate geübt, bevor ich ihn freigelassen habe. Es ist mir aber so lieber, als wenn wie apathisch neben mir hertrotten würde und sich für nichts interessiert. Eine Couch-Potato ist sie mit Sicherheit noch nicht.

Der Appetit ist sehr gut. Manchmal frage ich mich: Isst sie oder inhaliert sie, so schnell ist das Futter weg.

Ira und Knut: Gemeinsam wacht es sich besser. Etwas problematisch ist leider das Zusammenleben mit Knut. Im Wohnzimmer möchte sie ihn überhaupt nicht haben und ich muss dann Geleitschutz geben, bis er seinen Platz hat. Gut, dass es bei mir Rückzugsräume gibt. Ira geht die Treppe in den ersten Stock nicht hoch, soll sie ja auch nicht, da das Treppensteigen nichts für ihre Gelenke ist. Knut freut sich dann sichtlich, wenn ich oben bin und er mich für sich alleine hat. Auch Schlaf- und Esszimmer betritt sie sehr ungern. Das Wohnzimmer ist halt ihr liebster Platz. Warum auch nicht, sie macht nichts kaputt und fühlt sich dort wohl.

Als Geburtstag habe ich jetzt Kraft eigener Arroganz den 5. November festgelegt. Da ist sie im HTV angekommen und hat ein neues Leben begonnen. Hoffentlich wird es kein Strohfeuer und sie hat noch etwas länger. Wenn ich mir aber ansehe, wie gut sie zurzeit belastbar ist, bin ich einfach mal Optimist.“



Ira genießt ihr neues Leben trotz unheilbarer Krankheit. Möglich ist das nicht nur, weil wir eine so tolle Pflegestelle für sie gefunden haben, sondern auch, weil es Patinnen und Paten gibt, die unsere Sorgentiere finanziell unterstützen, damit wir sie umfassend medizinisch versorgen können. Wenn Sie uns dabei helfen möchten, dann finden Sie hier alle Informationen zu unseren Patenschaften.


Ira an ihrem Lieblingsplatz des Hauses.Hier geht es zu weiteren Berichten über Ira: "Iras Glück im Unglück", "Hündin Ira geht auf Reisen".