Welpen in Plastiktüte entsorgt: Tatverdächtiger ermittelt

Wer gibt Kelly ein liebevolles Zuhause?10. Januar 2017

Ähnlich wie bei Smokey, konnte zu den im September 2016 gefundenen Welpen ein Tatverdächtiger ermittelt werden, gegen den der Hamburger Tierschutzverein bereits Anzeige erstattet hat. Die neu aufgestellte Tierschutzberatung des HTV hat diesen brisanten Fall bearbeitet.

Am 30. September 2016 wurden vier Hundewelpen am Tag ihrer Geburt im Tessenowweg in Hamburg-Winterhude in einer Plastiktüte gefunden und später im Tierheim Süderstraße aufgenommen, ein fünfter Welpe war bereits tot.

Etwa zwei Wochen später kam eine entlaufene Fundhündin für kurze Zeit zu uns ins Tierheim, bei der das Gesäuge noch deutlich sichtbar war. Unsere Mitarbeitenden vermuteten, dass die Hündin vor kurzer Zeit geworfen haben musste. Da sie zudem in der Nähe des Fundortes der Welpen aufgegriffen wurde, erhärtete sich der dringende Verdacht, dass es sich um die Mutter der vier Rottweiler-Mischlingswelpen handelte. Ihr Halter wurde daraufhin gezielt von unserer Tierschutzberatung befragt und als Tatverdächtiger ermittelt. Der Fall wird nun von der für Tierschutzdelikte zuständigen Wasserschutzpolizei bearbeitet.

Unsere Tierpfleger zogen die Welpen liebevoll auf. Mittlerweile haben sich Theo, Kelly, Hanna und Pia zu lebensfrohen und aufgeweckten kleinen Rackern entwickelt. Trotz des Verlustes eines Geschwisterchens und ihrer mutterlosen Zeit als Neugeborene haben sie gut zusammengehalten. Wir vermitteln sie nun gerne in liebevolle Familien mit einem bereits vorhandenen Zweithund.

Erste „Geh- und Stehversuche“ im Oktober. Ziehmama Penny, die Hündin einer Mitarbeiterin, kümmerte sich rührend um die Kleinen. Auf dem Foto ist die Chihuahua-Dame mit Hanna zu sehen.Theo war der kleinste und schwächste in der Meute, hat sich aber auch gut entwickelt. Neben Schlafen mittlerweile die Lieblingsbeschäftigung: Theo und Pia beim gemeinsamen Spielen.