Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V.
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Spende statt Böller

Laute Raketen und Böller verängstigen Tiere.Laute Raketen und Böller verängstigen Tiere.27. Dezember 2016

Was gibt es Besseres, als das neue Jahr mit einer guten Tat zu beginnen? Eine Spende statt Böller hilft den Tieren gleich doppelt! Sie ersparen vielen Heim- und Wildtieren große Angst und Furcht, die sie aufgrund des großen Krachs der Silvesternacht ertragen müssen und sie helfen bei der Versorgung unserer Tierheimtiere.

Der Deutsche Tierschutzbund gibt Tipps für Silvester mit Tieren: Tiere sollten vor allem sichere Rückzugsmöglichkeiten haben

Um den Tieren zu Hause möglichst viel Ruhe zu bieten, sollte für Hunde, Katzen und kleine Heimtiere unbedingt bereits einige Tage vorher ein ruhiger Platz in einem Raum geschaffen werden, der zum Beispiel nicht direkt zur Straßenseite liegt oder in dem man die Fenster abdunkeln kann. Eine Katze braucht hier eine extra Katzentoilette. Vogelvolieren und Kleintiergehege sollten weit vom Fenster entfernt stehen und zusätzlich durch ein Tuch zu den Seiten des Raumes hin abgedeckt werden. Kleine Heimtiere, die in der Außenhaltung leben, sollten zusätzliche Versteckmöglichkeiten erhalten, die sie vor hellen Blitzen und lauten Knallen etwas abschirmen. Gassigehen sollten Hundehalter mit ihren Tieren am 31. Dezember nur noch an der Leine, möglichst in ruhigeren Gegenden und zu Uhrzeiten, zu denen noch nicht geböllert wird. Katzen mit Freigang bleiben am Silvesterabend am besten im Haus. Immer wieder kommt es vor, dass Hunde und Katzen um die Silvesterzeit aus Angst wegrennen - daher sollten die Tiere unbedingt gekennzeichnet und registriert sein, um im Fall des Falles schnell ihrem Zuhause zugeordnet werden zu können.

Böller in der Nähe von Waldrändern, auf Waldlichtungen, in Parkanlagen oder Höfen mit Tierhaltung zu zünden, sollte tabu sein: denn scheue Wildtiere in Wald und Flur reagieren besonders sensibel auf laute Geräusche. Auch bei Pferden und Rindern auf der Weide, besteht die Gefahr, dass sie in Panik geraten und ausbrechen.

Gewohnte Umgebung und Abläufe schaffen Sicherheit
Ein Herunterlassen der Rolles hilft ebenfalls, weniger vom Silvesterkrach und den grellen Lichtern mitzubekommen. Alle Fenster und Rollos stürmisch zu schließen, sollte jedoch tunlichst vermieden werden. Je mehr Hektik der Mensch in die Situation bringt, desto eher lässt sich das Tier hiervon verunsichern. Je souveräner und gelassener sich der Mensch dagegen verhält, desto eher erkennt das Tier in ihm einen Ruhepol und entspannt sich ebenfalls. Während einige Katzen und Hunde sich an ihrem Menschen orientieren und den direkten Körperkontakt suchen, verstecken sich andere lieber unter der Eckbank. Auch diese Reaktion ist völlig in Ordnung, solange man sich nicht zu vehement um das Tier „bemüht“. Übermäßiges Streicheln oder Zureden helfen dem Tier dann wenig. Hilfreich kann es sein, gewohnte Spielrituale bei Hund und Katze durchzuführen, die die Haustiere ablenken und die vermeintliche Stresssituation in eine entspannte Atmosphäre wandeln. Insgesamt hilft es den Tieren, wenn die übliche Tagesroutine eingehalten wird. Auch beruhigende Musik kann bei manchen Tieren zur Entspannung beitragen.

Hier geht es zur Spende statt Böller!